Vahlen wurde am 29.04.1980 in einem Dorf in der rumänischen Provinz Prahova, nördlich von Bukarest geboren. Anfang der 90er Jahre kam die Dorfbevölkerung darauf, den ursprünglichen Namen des Dorfes zu ändern. In einer Abstimmung war der meist vorgeschlagene Name Sweetheart Fight und somit wurde das Dorf also umbenannt.

Nachdem Vahlen erfolgreich die Schule in Sweetheart Fight beendet hatte, zog es ihn mit 14 Jahren nach Dänemark.

Vahlen begann dort in der A-Jugend von Bröndby Kopenhagen Fußball zu spielen (er hatte zuvor noch nie in seinem ganzen Leben einen Fußball angefasst). Mit 15 Jahren machte Vahlen mein erstes Ligaspiel für Bröndby. Der Cousin seines Bekannten war Däne; somit bekam er einen dänischen Pass und wurde mit 16 Jahren dänischer Nationalspieler. Vahlen machte 7 Länderspiele für Dänemark, davon 3 mit Kopftuch. Mit 17 Jahren verlor er die Lust am Fußball und, obwohl er Angebote von Juventus Turin und Arminia Bielefeld hatte, hörte er auf, Fußball zu spielen. Vahlen setzte seine Reise fort und landete in einem kleinen Badeort an der portugiesischen Südküste. Dort führte er Touristen mit verbundenen Augen durch den Ort (natürlich gegen Bezahlung). Sie mussten ihm sagen, was sie glaubten, in was für einem Ort sie sich befanden und wer hier wohl wohnen könnte. Diesen Job machte der Rumäne 5 Jahre und verdiente damit das ganz, ganz große Geld. 1997 heiratete Vahlen Marfalda, eine 62 jährige Dealerin aus Lissabon. Für mich war sie ein Honigkuchenpferd mit drei Beinen.

Mit 22 Jahren packte ihn noch einmal die Lust, seine Fußballschuhe zu schnüren und so zog er nach Teheran. Dort absolvierte er ein Probetraining bei Pirouzi Teheran, wurde nach dem ersten Waldlauf, wo er die ganze Zeit während des Joggens einen Ball hochhielt, genommen und erzielte für die „eisernen Hexen“, was sein Spitzname für den Verein war, in 45 Ligaspielen 68 Tore. Für die iranische Nationalmannschaft zu spielen, erwies sich als sehr schwierig. Die Einbürgerung ging wirklich schleppend voran.

Schließlich fand Vahlen heraus, dass sein Vater in seiner Schulzeit einen iranischen Schulfreund hatte. Nun ging der Einbürgerungsprozess zügig vonstatten. Er bekam einen iranischen Pass und schoss in 17 Länderspielen für den Iran immerhin noch 32 Tore. Nach 5 Jahren, die Vahlen im Nachhinein genau so lang vorkommen wie 5 Jahre im Allgemeinen, sah er bei einem meiner Spaziergänge durch die Alstadt an einer Hauswand ein Schild mit der Aufschrift „Für ein Niendorfer Gehege in den Grenzen von 1949! Kämpfen sie für Hamburg, damit Hamburg für sie kämpfen kann!“. Er empfand dieses Plakat als Zeichen dafür, nach Hamburg zu gehen.

Seit Juli 2004 lebt Vahlen nun also in Hamburg in einem Hochhaus in Steilshoop. Das Hochhaus ist feldblau und sieht aus wie eine Herberge mit Wohnraum. Sein Tagesablauf sieht wie folgt aus: Schnell noch einen Burger bei Mc Donalds geholt, dann beim Kiosk ne große Sprite geklaut und dann ab nach Hause, mit ner Taschenlampe unter die Bettdecke und Huckelberry Finn gelesen!

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